
Der Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 war im Kloster Knechtsteden auch in diesem Jahr ein voller Erfolg.
Trotz des andauernden Starkregens folgten zahlreiche Besucher der Einladung des Fördervereins für das Missionshaus Knechtsteden e. V., um die historischen Werkstätten und technischen Denkmäler des Klosters zu besichtigen.
Ein besonderer Höhepunkt des Tages war um 12 Uhr die Inbetriebnahme des historischen Deutz-Dieselmotors aus dem Jahr 1929. Rund 50 Besucher ließen es sich trotz des schlechten Wetters nicht nehmen, diesen besonderen Moment live mitzuerleben. Unter lautem Schnaufen und Dampfen wurde der historische Dieselmotor zum Leben erweckt und vermittelte eindrucksvoll einen Eindruck von der Technik vergangener Zeiten
Auch die historische Schlosserei des Missionshauses war für die Besucher geöffnet. Der Klosterschmied demonstrierte dort sein traditionelles Handwerk und zeigte, wie mit handwerklichem Können und historischen Werkzeugen gearbeitet wird. Die Besucher konnten dabei einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit in der traditionsreichen Werkstatt gewinnen.
Darüber hinaus öffnete auch die klostereigene Schreinerei ihre Türen. Unter fachkundiger Anleitung der Klosterschreiner konnten die Gäste miterleben, wie aus dem natürlichen Werkstoff Holz verschiedene Gegenstände entstehen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig traditionelles Handwerk auch heute noch für den Erhalt und die Geschichte des Klosters ist.
Der Förderverein für das Missionshaus Knechtsteden hatte anlässlich des bundesweiten Tages des offenen Denkmals zu dem Besuch der historischen Anlagen eingeladen. Die Veranstaltung bot den Gästen die seltene Gelegenheit, Bereiche des Missionshauses kennenzulernen, die ansonsten nicht regelmäßig öffentlich zugänglich sind.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Vor der historischen Schlosserei standen Bierbänke und Biertische bereit.
Bei Kaffee und selbstgebackenem Streuselkuchen konnten die Besucher miteinander ins Gespräch kommen und den Tag in geselliger Runde verbringen.
Trotz des ungewöhnlich nassen Wetters zeigte sich damit einmal mehr, dass das Interesse an der Geschichte und dem technischen Erbe des Klosters Knechtsteden ungebrochen ist.
Der Förderverein zieht daher ein positives Fazit: Der Tag des offenen Denkmals hat eindrucksvoll gezeigt, dass historische Technik, traditionelles Handwerk und lebendige Geschichte auch heute zahlreiche Menschen begeistern können.
Stephan Großsteinbeck